Freitag, 27. November 2009

November 2009 - Waldspaziergang

Ein Männlein steht im Walde - es gibt doch tatsächlich Streitgespräche darum, ob nun der Fliegenpilz oder die Hagenbutte gemeint ist.
Mir ist's relativ egal. Bei unserem letzten Waldspaziergang, am Sonntag, hat das geschulte Auge meines Mannes jedenfalls viele "solche" Männlein gefunden.
Das hier wurde eben überquert, das habe ich jedoch erst beim Anschauen zuhause bemerkt.
Fest steht auch, dass wir nicht hier reingebissen haben. Wer sich für den Fliegenpilz interessiert, kann viel Interessantes nachlesen.
Auch weitere Pilze haben wir gefunden, aber ich werde diese nun nicht erforschen. Es geht mir hier nur darum, zu zeigen, wie schön es auch im heimischen Wald sein kann. Dieser hier ist nur ca. 1 km Fussweg entfernt von unserem Haus. Und alle Fotos stammen vom vergangenen Sonntag.
Vielleicht eine kleine Anregung, wohin man am Wochenende gehen könnte? Wir ziehen das jedenfalls den überfüllten Innenstädten vor.
Trotzdem gehen wir jetzt heute mittag auf den Weihnachtsmarkt in Ulm und - essen eine Feuerwurst. Traditionell!
Schönes Wochenende und einen schönen ersten Advent!

Donnerstag, 26. November 2009

Zu verschenken!

Ein paar Jährchen sind sie schon alt, aber wirklich nur einmal 2 Stunden getragen, denn dann stellte ich fest, dass mir im Sportladen ein Paar Schuhe mit falscher Größe eingepackt worden war. Dumm war nur, dass ich Tausende von Meilen entfernt von zuhause diese Feststellung treffen musste. Statt der anprobierten und für sehr gut befundenen Größe 38, hatte man mir versehentlich die Größe 37,5 eingepackt. Und die war einfach zu klein.
Außerdem haben sie den Boden des Zoo's in Anchorage, Alaska, betreten. Und waren dort 2 Stunden im Einsatz, dann griff ich wieder auf meine alten Wanderschuhe, die ich vorsichtshalber mitgenommen hatte, zurück. Sie sind sehr weit gereist, denn dann kamen sie mit mir zurück nach San Francisco, waren im Napa- und Sonoma-Valley, in Eureka, in Mount Shasta. Überflogen auch Portland und Seattle. Also, was wollt ihr mehr.
Eigentlich wollte ich dann reklamieren, was ich normalerweise auch getan hätte, aber irgendwie hatte ich keine Lust auf Streit im Geschäft und zudem, es waren so weit gereiste Schuhe, da hing ich dran.
Also landeten sie gut verpackt auf dem Speicher. Wahrscheinlich nahm ich an, dass meine Füße im Laufe der Jahre schrumpfen würden.
Beim Umräumen der Sommerschuhe habe ich sie nun wieder entdeckt und finde eigentlich, dass es ewig schade ist, sie einfach zu entsorgen. Sie waren sehr teuer.
Wer sie gerne möchte, und Schuhgröße 37 1/2 hat, kann mich anmailen. Ich schicke sie zu.

Montag, 23. November 2009

Unterwegs im Lonetal

Bei dem sagenhaften Wetter der letzten Zeit waren wir mehrfach im Lonetal, das ungefähr 20 km entfernt von unserem Wohnort liegt, unterwegs.
Bezeichnet wird dieses Lonetal als die "Wiege der menschlichen Kultur". Denn bei Ausgrabungen in eben diesem Tal wurden einige der ältesten Zeugnisse menschlicher Kultur entdeckt, so z. B. in der Vogelherdhöhle. Dort fand man Schnitzereien aus Mammutelfenbein, deren Alter auf über 30.000 Jahre geschätzt wird.
Die erdhistorische Relevanz dieses Tales, das vor mehr als 150 Mio. Jahren im Jura begann, ist überaus spannend. Zu jener Zeit sollen riesige Ichtyosaurier im Urmeer der schwäbischen Alb gelebt haben.
Hohlenstein-Stadel
Hier wurde der Löwenmensch gefunden, dies ist eine Mensch-Tier-Figur, die vor 32.000 Jahren im Hohlenstein-Stadel von unseren Vorfahren kunstvoll geschnitzt wurde. Es ist ein einmaliges Zeitzeugnis.
Leider waren die Fotos von der gleich daneben liegenden Bärenhöhle, die sehr viel größer ist, nicht vorzeigbar.
Wenn man hier so am Waldrand entlang läuft, dann kann man sich gut vorstellen, dass hier einmal Mammut, Wollnashorn, Höhlenlöwe und Riesenhirsch gelebt haben. Schaurig schön!
Ganz nebenbei haben wir noch eine ganze Kolonie von Pilzen entdeckt. Als totaler Pilzlaie weiß ich nicht, um welche Sorte es sich handelt, aber ich stelle mir vor, dass man sie nicht verspeisen kann. Aber sie hatten einen Durchmesser von bis zu ca. 13, 14 cm und sahen im Sonnenlicht sehr schön aus.
Dies ist nur ein kleiner Teil des Lonetales. Wir haben uns vorgenommen, dies nach und nach zu durchwandern.
Wirklich spannend kann eine solche Wanderung auch mit interessierten und aufgeweckten Kindern sein (ich habe mehrere beobachtet, die total begeistert und interessiert waren). Sehr viel spannender, als der Besuch eines Erlebnisparks.

Freitag, 20. November 2009

Idee für Weihnachtsgeschenk

Im vergangenen Jahr hatte ich meiner Schwägerin einen Kalender herstellen lassen, ausschließlich von meinen Fotos. Ihr hat das sehr gefallen, und der erste Gang der Enkelkinder, die sie besuchen, ist immer zum Kalender, um zu nachzusehen, was auf dem Kalender ist.
Eigentlich dachte ich, dass sie in diesem Jahr nicht schon wieder einen Kalender würde haben wollen. Doch sie hat mich darum gebeten, ihr wieder einen zu machen.
Das lasse ich nun schon im zweiten Jahr vom Schnappschussverlag erledigen, der mit Klick-Bilder-Box arbeitet. Werbung mache ich ja grundsätzlich keine hier, aber mit der Arbeit und auch dem Preis war ich bei beiden immer sehr zufrieden.
Es ist relativ einfach, man kann aus diversen Formaten auswählen, die Bilder werden natürlich online geschickt und wenige Tage später hat man einen überaus gut hergestellten und verpackten Kalender vorliegen.
Hier nun ein Einblick in den Kalender, es fehlen wenige Blätter, darauf sind Fotos von mir und meinem Mann, den Anblick wollte ich euch doch ersparen. *ggg*
Das ist übrigens die weltbeste Pizza, hergestellt von meiner Schwägerin, im Holzbackofen.

Dienstag, 17. November 2009

Ein Gartenstöckchen

Bild hinzufügenDie liebe April hat mich mit einem Stöckchen beworfen, wobei ich unbedingt erwähnen muss, dass sie es in sanftem Bogen getan hat. Und weil sie meinte, dass nun auch nicht unbedingt alles bebildert sein muss, guck ich mal, was ich machen kann. Denn es ist schwer im beginnenden Winter eigene Fotos von Blühern aufzutreiben.
Genau wie April habe auch ich jetzt erst richtig Zeit den Garten zu entdecken und auch zu bearbeiten. Im vergangenen Frühjahr und Sommer hatte ich jedenfalls folgende
Lieblings-
- Frühlingszwiebelblüher: Die niedliche Traubenhyazinthe, die eine mehrjährige Zwiebelpflanze ist. Das kann man wohl sagen, bei uns blüht sie schon Ewigkeiten im Garten, überall, sogar aus Mauerritzen kommt sie heraus. Ich mag ihre schöne violette Farbe.
Dann mag ich auch alle Tulpen. Am liebsten die ganz normalen, ohne Zacken etc.
- Prachtstaude: In unserem Garten gibt es mehrere Pfingstrosen, die noch mein Vater, der schon 1981 verstorben ist, gepflanzt hat. Sie sind über 40 Jahre alt, und wie wir finden, werden sie mit jedem Jahr noch schöner und duften noch intensiver.
- Bodendecker: Die Bodendecker-Rose, die wir letztes Jahr vor unserer Veranda gepflanzt haben und die so fleissig bis in den Spätherbst geblüht hat. Sie geht eigentlich etwas mehr in die Höhe als in die Breite, hat aber dichten Wuchs. Die Blüten sind einfach bis halbgefüllt und öffnen sich schalenförmig. Zudem zeichnet sie sich durch große Robustheit aus, denn ihr Platz ist keineswegs windgeschützt. Ich nehme an, dass es "Rosy Cushion" ist.
- Blütenstrauch:
Mehrere Sträuche der Hortensien sind im Garten verteilt, und jeder blüht für sich äußerst fleissig. Rosa und weiß. Durstig sind sie immer, aber das weiß man ja bei Hortensien. Und auch im Herbst zeigen sie sich schön.
- Rose: Da sind eindeutige Favoriten die englischen Rosen, die direkt vor meinem Bürofenster wachsen und selbst jetzt blüht noch eine Austin.
- Kletterpflanze: Eindeutig - der Efeu. Er rankt so schön alles zu. Weil er aber an der Hauswand zu lästig ist, hat man mir verboten, ihn dort noch einmal anzusiedeln. Nun habe ich ihn an den Zaun beim Nachbarn gepflanzt, mit dem Erfolg, dass er mir nun in die Beete rankt. Ich werde ihn im Frühjahr dort entfernen müssen, obwohl ich ihn so schön finde.
- Baum: Das ist für mich die Eberesche, die sich ganz von selbst vor meinem Wohnzimmerfenster angesiedelt hat und ein wahrer Vogeltummelplatz geworden ist.
- Immergrüne: Da fällt mir jetzt nix ein. Außer dem Efeu, der ist ja auch immergrün.
- Einjährige: Das Schmuckkörbchen, das sich einmal ausgepflanzt, seit Jahren immer wieder ganz von selber zeigt und wahre Sträucher entwickelt.
- Kübelpflanze: Das ist bei mir eine Strelizie, die mein Kind ist, denn ich habe sie selber aus einem Samenkorn gezogen. Sie zickt immer wieder herum, will nur alle paar Jahre blühen. Da sende ich dann schlimme Schimpfworte in ihre Richtung, z. B. Kompost, dann blüht sie wieder. Sie ist ein ganzes Stück größer als ich, verbringt Frühjahr und Sommer grundsätzlich unter dem Carport, denn dort ist sie vor der Sonne geschützt.
Nun muss ich das Stöckchen weitergeben, ich würde es gerne an bubu geben, aber sie ist ganz neu, hat wenig Zeit und muss sich erst noch mit den Riten von Blogger vertraut machen. So versuche ich es mal mit Charlotte - Gartentraum, mit Monika - Hügeltraum und mit Pusteblume. Bitte, ich bin nicht beleidigt, wenn ihr keine Zeit habt. Aber, es ging jetzt auch hier schneller, als ich dachte. Ich habe ganz einfach den Beitrag von April ausgedruckt und meine Pflanzen eingefügt. So ging das viel flotter.
Aber, es ist auch jeder andere, der Lust dazu hat, eingeladen, einen kleinen Bericht abzufassen. Nur, es wäre nett, würdet ihr mir hier eine kurze Nachricht hinterlassen. Ich mag schließlich genau wie alle anderen, schauen, was ihr geschrieben habt.

Montag, 16. November 2009

Dokumentarfilm Young@Heart

Schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate habe ich mir diesen Dokumentarfilm angesehen, der wirklich keine Sekunde langweilig ist. Letzten Donnerstag wurde er im WDR, natürlich spätnachts, gezeigt. Ausgezeichnet wurde dieser Film mit dem Filmpreis von Los Angeles. Hier findet ihr die homepage des Chores. Und weiter unten zwei Auftritte von Fred Knittle.
Stephen Walker und Sally George berichten in ihrem Film über den Chor Young@Heart. Der Chor ist immer wieder mit seiner fetzigen Musik, auch in Europa unterwegs. Besonders beeindruckend fand ich den Auftritt in einem Gefängnis, und auch den Auftritt von Fred Knittle, der mittlerweile verstorben ist.
Wer sich den Trailer anschaut, sollte nicht erschrecken, sondern einfach weiterschauen, die Dame, die da singt, ist 93 Jahre alt.

Donnerstag, 12. November 2009

Vendicari - Natur pur

Vendicari liegt nur wenige Kilometer von der wunderschönen Barockstadt Noto entfernt. Es ist ein Kleinod. Und wird zum Glück, zumindest im Oktober, nur mäßig besucht! Einfach keine Parkplätze direkt am Strand, was für ein Pech, auch ist das Reservat natürlich abgesperrt! Erfahren hatten wir von Vendicari schon vor Jahren von unserem Sohn, dem solche Plätze überall auf der Erde bekannt sind.
In der Folge seht ihr Aufnahmen, die sich an diesem Strand einfach so ergeben.
Ursprünglich war hier eine Raffinierie geplant, hässliches Beispiel dafür - Gela. Nach erfolgreichen Protesten der Umweltschützer, nahm man diesen Plan zurück und träumte von einer großen Feriensiedlung. Die Umweltschützer riefen internationale Organisationen zu Hilfe, und Vendicari wurde zum großen Glück der Insel (es ist das größte Feuchtgebiet der Insel und hat viele Dünenseen) zuerst zum Naturschutzgebiet und anschließend zum Reservat erklärt. Dafür kann man den Umweltschützern sehr dankbar sein. Schließlich und endlich ist dieses Gebiet auch der wichtigste Rastplatz für die Zugvögel auf ihrer Reise nach Afrika.
Für mich ist Vendicari das beste Beispiel, dass die Arbeit der Umweltschützer unglaublich wichtig ist. Wir brauchen nicht noch mehr schreckliche Feriensiedlungen, nirgends.
Hier mündet der Fluss Tellaro. Dahinter ist Platz für viele Vogelarten, u. a. rosa Flamingos, Tölpel, Pelikane, Kraniche, Störche. Außerdem gibt es Sumpfschildkröten, Füchse, Kaninchen, Stachelschweine. Wir haben uns mit dem Strand begnügt, denn man muss nicht überall hintrampeln.