Dienstag, 1. November 2011

Unbequem...

ist es, auf dem Blog über Aktuelles und Politisches seine Gedanken niederzuschreiben. Es hat halt so gar nichts Schönes an sich. Zumeist jedenfalls. Trotzdem werde ich damit fortfahren, mir Gedanken über Manches zu machen. Wer nicht mag, muss das überhaupt nicht beachten. Mir reicht es schon, wenn es ein wenig zum Nachdenken anregt.
Dreimal ist mir in der vergangenen Woche etwas extrem aufgefallen.
1. Wir in Bayern hier (und ja, da mag mancher darüber lächeln, ich lebe gerne hier) haben einen neuen Landesbischof bekommen. Er hat zu seiner Einsetzung etwas gesagt, über das ruhig nachgedacht werden darf! Nämlich:
"Es ist moralischer Irrsinn, wenn jeden Tag Tausende von Menschen sterben, weil wir es nicht schaffen, unsere globale Wirtschaft so zu organisieren, dass alle leben können."
Dem ist überhaupt nichts hinzuzufügen! Denn wir verschleudern ja die Milliarden. Doch wohin!
2. Frau Ministerin Schröder will in Zukunft in der Familienpolitik den Faktor "Zeit" mehr ins Auge fassen. Da hoffe ich wirklich, dass ihr das gelingen mag.
Denn seit 1969 bis 1976, als meine Kinder geboren wurden, hat sich kaum etwas geändert. Damals musste man 8 Wochen nach der Geburt wieder zurück an den Arbeitsplatz. Ob gestillt werden konnte und wie man ein Leben mit einem Kleinkind überhaupt auf die Reihe bekommen kann, das hat damals überhaupt keinen Menschen interessiert. Als Frau musste man dann eben zuhause bleiben. Hätte ich meine Mutter mit ihrer Hilfe nicht gehabt, dann wäre es mir ebenso ergangen. Dafür bin ich ihr heute noch dankbar.
Es hat Jahrzehnte gedauert, bis auch in der Politik bemerkt wurde, dass sich Öffnungszeiten der Kinderbetreuungsstätten nicht mit den Arbeitszeiten der Eltern decken. Hatte man Scheuklappen, oder interessierte es einfach nicht?
Jede Verbesserung, die es Familien mit Kindern erlaubt, mehr Zeit miteinander zu verbringen, ist ein enormer Gewinn. Zu oft kann ich immer noch hetzende Mütter und Väter beobachten, die versuchen, alles unter einen Hut zu bekommen. Kleine Verbesserungen gibt es, aber noch immer nichts, was wirklich die Situation entschärfen würde.Heute ist man mehr denn je darauf angewiesen, dass auch die Mütter einer Berufstätigkeit nachgehen können.
3. Dieser Tage hat es sich zum 50. Mal gejährt, dass türkische Arbeiter ins Land kamen, um hier mitzuarbeiten. Argumenten, die da aussagen, dass man sie schließlich bezahlt hätte, kann ich nur hinzufügen, dass diese Menschen auch hier "leben".
Ich las einen Bericht in meiner Tageszeitung, der die Geschichte eines türkischen Arbeiters erzählt, der 1966 hierher kam, um zu arbeiten. Er erzählt seine Geschichte und berichtet auch über die Umstände, in denen man so viele Jahre gelebt hat. Zum Schluss sagt er zu dem Reporter: "Sie sind der erste Deutsche, der mich gefragt hat, wie es mir geht..."
Dazu fällt mir eine kleine Geschichte ein, die ich Anfang 1980 in der Münsterstadt erlebt habe. Es kündigte sich überraschend Kaffeebesuch an, und ich musste Kuchen kaufen gehen. In der übernächsten Querstraße. Als ich den Laden betrat, waren viele Kunden anwesend. Ganz vorne an der Bedienungstheke stand eine kleine türkische Dame mittleren Alters. Alle wurden bedient, nur die türkische Dame nicht. Als ich an der Reihe war, bat ich darum, die Dame endlich zu bedienen, sie stünde schließlich schon sehr lange da. Die Antwort war, dass man Türken hier nicht bedienen würde. Da sagte ich, dass ich dann hier keinen Kuchen mehr bräuchte und verliess den Laden. Die Türkin folgte mir, sie weinte. Noch Jahre später hat sie mir immer zugewunken, egal, wo sie mich sah.
Die Bauarbeiten im Hause scheinen langsam ihrem Ende zuzugehen. Es handelt sich um eine Badsanierung, die ich sehr interessant fand und die ich nach kompletter Vollendung auch mal posten werde, denn sie könnte für manchen hilfreich sein, der sich ähnliches überlegt.
Das Foto mit dem Freiballon, dem Kondensstreifen des Flugzeuges, gefiel mir. Es unterstützt ein wenig mit seiner Ansicht, dass das Gestern immer noch nicht von dem Neuen überholt ist.

22 Kommentare:

  1. Viele gute Anregungen, liebe Brigitte,
    aber die Geschichte von der kleinen türkischen Dame, die tut mir richtig weh.
    Am Samstag habe ich einen Film gesehen, der 2. Teil noch auf Video,ungesehen, sehr eindrücklich, wie damals alles anfing in Anatolien, beeindruckende Landschafts-und Ortsaufnahmen; und wie es anfing in Köln und Frankfurt, auch da viel nachdenkenswertes. Gut, dass wir denken können und auch Stoff zum Nachdenken bekommen; auch von dir.
    Liebe Grüße
    (auch wir sind grad heftigst am Werkeln..)
    Ingrid

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  2. Hallo Brigitte,
    natürlich hast das Recht, auch in diesem Blog über politische Themen laut nachzudenken. Im Regelfall ist aber hier nicht der Platz, um die Themen ausgiebig zu diskutieren. Es fängt also mit der Frage an, ob die globale Wirtschaft Schuld an der fehlenden Ernährung in der Welt ist. Auch bei euch in Bayern mag der Umgang mit Migranten anders gewesen sein als bei uns in NRW. Zeit für die Familie sehe ich etwas kritischer. Ich glaube nicht, dass wir ohne Lohnverzicht weniger arbeiten dürfen. Und dass sich die Öffnungszeiten nach den Arbeitszeiten richten müssen, halte ich nicht für umsetzbar. Da müssten die Einrichtungen bald 20 Stunden geöffnet sein. Wer will das leisten? VG Manfred

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  3. Du hast recht, ich sehe das auch so, dass manches um uns herum sehr bedenkenswert ist. Es gibt immer weniger Menschen, die es interessiert, ob eine türkische Frau bedient wird und dann auch bereit sind Konsequenzen zu ziehen. Ich habe mal einem Herr die Meinung gesagt, der eine junge Türkin die einen großen Kinderwagen schob, angeschrien hat weil sie ihm auf einem Gehsteig nicht gleich ausweichen konnte.
    Lass uns weiter unbequem sein.
    L.G. Marie

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  4. Leider entpuppt sich so manches Wort der Politik als heiße Luft. Aber dem Wort des Bischofs ist wirklich nichts hinzuzufügen.

    NRW ist ein multikulturelles Ballungszentrum,ich kann mir nicht vorstellen, dass das hier heute noch irgendwo passiert. Dann würde nämlich so manches Geschäft schließen müssen, weil nicht genug deutsche Kundschaft vorhanden wäre.Auszuschließen ist das natürlich nicht in Gegenden die einen nicht so hohen Ausländeranteil haben. Wir sollten uns immer bewusst sein, dass wir selbst, außer im eigenen Land, überall Ausländer sind.

    Schön, dass die Werkelei dem Ende zu geht.Also auf in den Endspurt. ;-)

    LG, Szintilla

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  5. Ich liebe es, wenn ich jedem eine Antwort geschrieben habe und mich Blogger dann rauswirft!

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  6. @Ingrid: Ich habe mir auch einen Film angesehen. Es kamen ja auch Leute aus anderen Ländern und noch viel früher.
    Ein Blog, der nur aus Blümchen etc. bestehen würde, das wäre mir auch zu langweilig. Es schadet nichts, wenn es was zum Nachdenken gibt (die schwäbische Hausfrau fand ich sehr gut!).

    @Borkergarten: Leider, Manfred, falle ich öfter aus der Regel. Aber, ich freue mich, dass du hier was dazu schreibst. Bayern ist da etwas verklemmter, zumindest früher auf dem Lande. Doch, ich glaube schon, dass mehr für Familien mit Kindern getan werden muss. Es hat sich tatsächlich wenig geändert. Da ein wenig Geld, da eine Elternzeit, aber die täglich Hetze, die bleibt bestehen. In anderen Ländern funktionieren Kindertagesstätten mit angepassten Öffnungszeiten schon seit Jahrzehnten, warum sollte das hier nicht möglich sein. Etwas mehr Geld für die Bevölkerung auszugeben, wäre nur recht.

    @MarieSophie: Zum Glück gibt es einige, die auch noch "unbequem" sind. Fahren wir so fort!

    @Szintilla: Heiße Luft, die gab es schon oft. Da könnte ich jede Menge dazu sagen. Besonders, wenn es einen viel Geld gekostet hat, wie z. B. die "krankenversicherungsfreie" Direktversicherung. Dann klagten die Kassen, bekamen recht und heimlich, still und leise wurde es eingeführt, dass man nach der Auszahlung 10 Jahre lang Krankenversicherungsbeiträge dafür berappen darf. Das war ein typisches Beispiel für die Unzuverlässigkeit der Aussagen.
    Um besser verstehen zu können, wie man sich als Ausländer hier fühlen durfte, muss man mal selber als "Ausländer" im Ausland gelebt haben. Habe ich, da ergibt sich ganz automatisch ein besseres Verständnis.

    Für eure "Unbequemlichkeit" der Kommentare danke ich. Ich finde es sehr interessant!

    LG, Brigitte

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  7. Liebe Brigitte,
    ich mag Deine Beiträge, in denen Du "unbequem" bist. Weil es keine 0-8-15-Beiträge (schreibt man das jetzt soooo?) sind und die Leser zum Nachdenken bringen und wie ich sehe, ist Deine Leserschaft gerne bereit etwas mehr mitzudenken und ihre eigene Meinung kundzutun.

    Die Geschichte mit der türkischen Dame kann ich gar nicht glauben. Deine Reaktion auf die Unverschämtheit der Verkäuferin war klasse. Leider begegnet man immer noch Ausländerfeindlichkeit hier bei uns im Land, doch so extrem habe ich es noch nie erlebt und möchte das auch nicht.

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag,

    LG Susanne

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  8. Ich finde es sehr gut, dass du hier auch anderes postest als Garten. Das Leben ist nun mal eine Mischung aus allem, aus Schönem und Hässlichem. Dann kann und sollte es auch im Blog vorkommen.

    Hier gab es auch gerade eine Serie in der Zeitung über die Türken. Da zeigte sich, dass die am besten klar kamen, die mal als erstes die deutsche Sprache gelernt hatten.
    Man kann das jetzt natürlich nicht in ein paar Sätzen in einem Kommentar abhandeln. Ich sehe es allerdings immer von zwei Seiten:
    Wer hier hin kommt, muss sich in gewisser Weise anpassen; die Sprache gehört unbedingt dazu und noch einiges mehr, z.B. dass Mädchen nicht zwangsverheiratet werden.
    Umgekehrt muss aber auch Akzeptanz in der Bevölkerung vorhanden sein. Es geht gar nicht, dass eine türkische Frau nicht bedient wird. Pfui Deibel! Da würde ich es wie du machen. Es wäre gut, wenn noch mehr Leute diese Bäckerei verlassen hätten.

    Was deine Badgeschichte anbelöangt, da bin ich mal sehr gespannt.

    Liebe Grüße,
    Ingrid

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  9. @Susanne: Ich hatte ja keinen Zweifel daran, dass du auch was sagen würdest! 08/15 - keine Ahnung, wie man das exakt schreibt.

    Die Geschichte mit der türkischen Dame ist irgendwie in meinem Gedächtnis eingebrannt - ich hatte eine solche Wut! Aber, man muss bedenken, dass das ja schon 20 Jahre her ist. Heute dürfte man das sicher nicht mehr wagen.

    @april: Da gehe ich wirklich ganz mit dir einig. Das Leben ist nun mal eine Mischung aus schönen und unschönen Dingen. Warum sollte man die unschönen ständig ignorieren.

    Klarer Fall und das ist erste Bedingung, wer in ein Gastland kommt, der muss die Sprache auf jeden Fall erlernen. Schließlich habe ich auch mal, ebenso wie der Signore, Schwyzerdeutsch gesprochen. Und auch sonst erwarte ich mir, dass man sich im Gastland entsprechend der Lebensart dort einfügt.

    Aber, und das kommt mir doch sehr stark ins Hintertreffen - es gibt auch noch andere Ausländer, die hier arbeiten.

    Am besten fände ich persönlich es, wenn man überhaupt keinen Grund hätte, darüber zu sinnieren!

    LG, Brigitte

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  10. Die Geschichte mit der Türkin kann ich auch nicht glauben!
    Es war und ist sicherlich schwer, so fern von dem Vertrauten zu leben, wer weiß, ob und wie man die türkischen Arbeiter hergelockt hat.
    Zeit für Kinder - das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Schön, wenn Eltern da sind und helfen können. Es wird den einzelnen so viel aufgebürdet, worum man sich alles kümmern soll - und dann sagt man noch: Jeder sei für sich verantwortlich. Diese Bürokratie ... in allen Bereichen raubt den Familien den restlichen Teil an Freizeit.
    Die Vielseitigkeit macht Deinen Blog interessant. Manche mag ich schon nicht mehr lesen ...
    Liebe Grüße
    Sabine

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  11. Die Geschichte mit der Türkin ist sicher lange her, aber auch heute gibt es ähnliche Begebenheiten. Ich war letzte Woche bei meiner Ärztin. Bevor die Praxis zur Nachmittagssprechstunde geöffnet wird, trifft man sich vor der Tür. ich war die Zweite, nach mir kam eine Türkin mit Kopftuch, die von einem Kind, offensichtlich zum Dolmetschen, begleitet wurde. Danach zwei Frauen um die 60. Als wir dann drinnen an der Anmeldung standen, war die Türkin von den zwei Frauen abgedrängt worden. Ich habe mich umgedrht und gesagt, dass die Frau aber vor ihnen dran wäre. Antwort: ach, war sie schon vor uns da? Sie haben dann ziemlich sauer Platz gemacht und die türkische Frau hat mich so dankbar angeguckt. Dass so etwas heutzutage noch vorkommt, fand ich ziemlich traurig. Und wir sind im Speckgürtel einer Großstadt, wo ausländische Mitbewohner durchaus dazugehören (sollten).

    Viele Grüße
    Margrit

    Viele Grüße
    Margrit

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  12. @Sabine K.: Sabine, die Geschichte darfst du ruhig glauben. Ich habe ganz persönlich, weil mit einem Ausländer verheiratet, noch ganz andere Geschichten erlebt! Das war zu dieser Zeit überhaupt kein Honigschlecken.
    Die türkische Wirtschaft brauchte damals auch Geld, und das floß dann ja Richtung Heimat. Mir taten immer die türkischen Frauen leid. Irgendwie völlig abgeschottet.
    Ist dir schon aufgefallen, dass wir die Handlanger von Banken, Ämtern, Geschäften sind. Wir haben zusätzlich dies und das zu machen. Es wäre ein endloses Thema. Und so bleibt immer weniger Zeit für das Wesentliche. Irgendwie versklavt, das sind wir.
    Zu deinem Schlußsatz - das geht mir ebenso.

    LG, Brigitte

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  13. Es ist oft notwenig, unbequem zu sein.
    Warum es auf Blogs weniger gern gelesen wird, ist wohl, weil diese Themen medial auf einem niederprasseln und die meisten dann in der Bloggerwelt eher Ablenkung finden wollen.
    Ich denke, daß das der Hauptgrund ist.
    LG von Luna
    (PS: Sehe ich auch auf meinem Naturblog oft...man will mit solch Thematik nicht viel zu tun haben...verstehe es auch irgendwie)

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  14. ....Deine politischen Posts sind nicht "unbequem" sonder un-bedingt notwendig-Um die "Not zu wenden" muss man zuerst nachdenken und einen festen Standpunkt haben!
    Wenn ich auch nicht alle Deiner "PolitPosts" kommentiere,so liegt das nicht daran,dass ich sie nicht lese,sondern,dass Du so sehr meine Meinung spiegelst,dass dem Nix hinzuzufügen ist! Doro

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  15. Liebe Brigitte,

    wenn der neue Geistliche in anderen Bereichen auch so realistisch denkt und agiert, mag er durchaus ein fähiger Mann sein, was ja innerhalb des Klerus nicht immer selbstverständlich ist.

    Die Geschichte mit der türkischen Frau ist damals sicher kein Einzelfall gewesen. Ich denke, so etwas wird es auch heute noch geben, finden wir doch immer wieder Schubladendenker.

    Mehr Zeit für die Familie - gerade in der heutigen Zeit ein Muss, wenn man bedenkt, wie sehr die Zahl der intakten Familen (sofern es noch vollständige gibt) rapide absinkt. Doppelbelastung, egal ob beim Mann oder der Frau, werden immer härter. Die Konsequenzen liegen auf der Hand.

    Zur augenblicklichen politischen Lage könnten wir Bücher schreiben. Gegen schlechte Stimmung hilft nur, raus in die Natur und den schönen Herbst genießen.

    Viel Erfolg bei der Beendung eurer Renovierung.

    LG in deinen Tag,
    Anna-Lena

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  16. Äußere nur immer wieder deine Gedanken - auch in deinem Umfeld - das ist meistens die effektivste Möglichkeit etwas im Kleinen zu bewegen(das ist meine Meinung!)
    Deine Zeilen haben mal wieder zum Nachdenken angeregt.
    HG
    Birgit

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  17. Liebe Brigitte,
    die Geschichte mit dem Kuchen und der Türkin ist sehr berührend - ganz toll, wie du dich verhalten hast. Leider muss ich sagen: Viel hat sich nicht geändert. Besonders hier in Wien ist die Feindesligkeit gegenüber allen Menschen mit anderer Herkunft besonders präsent im Alltag, auf Plakaten und in der Politik. Mich macht das gleichzeitig wütend und sehr traurig.
    Bleib so unbequem, das ist wichtig!
    Ganz, ganz liebe Grüße
    Margit

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  18. Liebe Brigitte

    Unbequem ist das gar nicht, und ich lese es gerne. Selbst poste ich etwas weniger Kritisches als früher, weil ich immer mehr den Eindruck habe, ich wüsste zu wenig darüber und kenne die Hintergründe nicht. Und manchmal hatte ich auch den Eindruck es interessiert niemanden.

    Ja für die Familien mit Kindern sollte mehr getan werden, hier ist 2004 ein neues Mütterschaftsgesetz in Kraft getreten, aber es hat gedauert bis das durch war. Tagesstätten für Kinder hat es zu wenige und oft sind die auch recht teuer, wie mir früher von einer jungen Arbeitskollegin berichtet wurde.

    Ich finde es super, wie Du Dich verhalten hast um Dich mit der Türkin zu solidarisieren. Zu diesen Zeiten ist auch in CH einiges vorgekommen, wo ich mich geschämt habe, als ich später davon erfahren habe.

    Ich war es gewohnt immer mit AusländerInnen zusammen zu arbeiten, da ich im Spital beschäftigt war und man damals wie heute ohne Ausländer den "Laden" hätte schliessen müssen. Konflikte gibt es bei der Arbeit immer mal, doch die Nationaltität sollte da keine Rolle spielen.

    Gut gibt es heutzutage das Rassismusgesetz, wo man jemanden auch anzeigen könnte, wenn er sich unfair verhält und jemanden wegen Rasse oder Nationalität nicht bedienen möchte. Allerdings gibt es heutzutage wieder ein "Grummeln" in der Bevölkerung, weil es seit Öffnung der Grenzen recht viel Zuwanderung gegeben hat.

    Ja es ist eine SCHANDE, dass täglich Menschen verhungern müssen auf diesem Planeten, gerade kürzlich habe ich einen Artikel gelesen über die Hintergründe dazu, das hat mich sehr beschäftigt.

    So nun genug politisiert und ich hoffe dem Chef und Deinem Signore geht es gut-:)
    Liebe Grüsse
    Elfe

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  19. Brigitte, heiße Luft ist doch hier sehr modern! Die Politiker, die sie ablassen, haben sicher genug Einkommen, um sich eine Kinderfrau etc. leisten zu können!
    Uns ist es vor 15 Jahren mal im Elsass passiert, dass wir angemacht wurden,weil wir Deutsche sind. Vor 15 Jahren!
    Als ich siebzehn war, war ich in der Bretagne, dort waren die Deutschen auch verhaßt. Es ist also nicht nur in Deutschland so. Das mit der Türkin ist ein Hammer, und sowas bei uns!
    Wegen der Kinder weiß man ja,das Deutschland ein kinderfeindliches Land ist. Spielen sollen sie nicht auf Rasen, nicht laut sein. Aber Hunde kacken überall!
    Kinderlärm hat mich noch nie gestört, wohl aber Lautsprecher von Anlagen der Nachbarn oder von Fahrzeugen.

    Sigrun

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  20. @Margit: Ja, dacht ich mir es doch, dass es das immer noch gibt. Unterschwelliger, aber immer noch da.

    @luna: Das ist mir auf deinem Blog auch schon aufgefallen. Lauter wunderbare Naturfotos und nur wenige Kommentare. Dabei wäre es doch auch so wichtig...!

    @Doro: Du weißt ja, dass ich "etwas" unbequem bin. Und ich weiß auch wohl, dass man nicht kommentieren muss, wenn man eh die gleiche Meinung hat. Meine Bemerkung zu Beginn wollte nur sagen, dass doch niemand zum Kommentar verpflichtet ist, lesen und darüber nachdenken. Das reicht bereits. Ich weiß auch nicht immer einen Kommentar.

    @Anna-Lena: Das weiß man leider immer erst, wenn man den Geistlichen eine Weile erlebt hat.

    Du hattest ja erst kürzlich einen guten Bericht geschrieben zum "Schubladendenken"!

    Zeit für die Familie. Das würde wirklich allen gut tun. Keine Hetze mehr, weil die Öffnungszeiten familienfreundlich wären.

    Über die aktuellen politischen Ereignisse mag ich schon gar nichts mehr sagen. Das ist ein Kasperletheater!

    Danke! Wir liegen in den letzten Zügen!

    @Akaleia: Der Meinung bin ich nämlich auch, schweigen und schlucken hilft auf jeden Fall noch viel weniger! Danke auch!

    @Margit: Das kann ich mir gut vorstellen. Große Städte haben immer noch ein wenig größere Schwierigkeiten.
    Ich habe übrigens auch über dein Anliegen gelesen, bleib am Ball! Aber, es ist wohl noch unangenehmer!

    @Die Wasserfrau: Liebe Elfe, danke auch dir für deine Gedanken! Die Schweizer Umstände kenne ich ja ein klein wenig, da war und ist es sicher ähnlich, in Hinsicht auf Ausländer ebenso wie zum Zustand der Familien.

    Und zur Schande, jawohl, da war ich auch perplex!

    @Hillside Garden: Genau das denke ich mir auch. Da kann man dann alles ruhig aussitzen!
    Mir ist das in Californien mal passiert, 1976. Da kam mir jemand mit dem bekannten Gruß und ein ander Mal wurde ich ebenfalls attakiert, weil ich aus Deutschland kam. Obwohl ich mich sehr gut zu benehmen weiß.
    Kinderlärm, den vermissen wir hier regelrecht und waren froh, dass eine Nachbarin nun als Tagesmutter arbeitet, dann sieht und hört man wenigstens mal wieder Kinder! "Hatdu eine große Katze!" hat mir erst heute ein ca. 3jähriger gesagt und bewundernd unseren Riesenchef angeschaut! Er war in den Nachbarsgarten ausgebüxt. Aber gleich stand die Tagesmutter hinter ihm.

    Danke für euer Interesse, Brigitte

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  21. Das würde ich nicht zu eng sehen, liebe Brigitte. Es gibt Menschen mit einem überaus stressigen Alltag, die hobbymäßig einfach nur über Schönes schreiben/bloggen und Schönes sehen wollen. Wem will man's verdenken?!
    Was ja nicht heißen muß, daß diese im realen privaten Leben unverantwortlich handeln.

    Naja, "musste" damals an den Arbeitsplatz - das war sicherlich manches Mal auch freiwillilg, genauso wie heutzutage die Frauen, die es nicht wirklich nötig haben, eben auch freiwillig erwerbs-arbeiten gehen.

    Und Du siehst ja, wie Du es jetzt geniessen kannst, zuhause zu sein, so geniessen schon jüngere Frauen auch, zuhause sein zu dürfen, bei ihren Kindern/Familie. Es ist doch traurig, wenn Babys schon in Krippen abgegeben werden (müssen!) - nämlich von denen, die zu wenig Geld haben, um Zuhause bleiben zu DÜRFEN! Das sollte man vor allem auch unterstützen. Denn nicht alle Frauen/Mütter wollen außer Haus arbeiten und sich damit Tag für Tag abhetzen sowie ihren Mann und Kinder stressen müssen. - Wobei es jeder freigestellt bleiben sollte - wer unbedingt außer Haus erwerbs-arbeiten will, soll es schließlich tun, aber freiwillig!

    Das mit der türkischen DAme ist natürlich absurd! Aber leider gibts solcherlei Verhalten selbst heute noch.

    Herzlicher Gruß

    Sara

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  22. einfach gut, Dein Artikel.

    Weiter so, liebe Brigitte.

    Gruß
    Barbara

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